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Pollhansin Schloß Holte

17.–19. Oktober 2026

Kupferstich: Kapelle mit Glockenturm und Wasserschloss, davor Marktstände

Aus Handel wurde Heimat

Kein Gründungsmythos. Ein Bauer, eine Kapelle, eine Schankerlaubnis.

Zu den Attraktionen

Chronik in acht Kapiteln

  1. um 1620

    Ein Hof an der Grenze

    Ein Bauer namens Pollhans baut am Ölbach eine Hofstelle – direkt an einer alten Senner Handelsroute.

    Historisch anmutende Schwarzweiß-Aufnahme: Hof mit Reetdach an einem Sandweg in der Heide
    Hofstelle in der Senne – KI-Illustration nach Motiven der Überlieferung.
  2. 1654

    Die Kapelle der heiligen Ursula

    Eine Kapelle wird mit einem Kirchweihfest eingeweiht – der »Holter Markt« am Holter Schloss beginnt.

  3. 1698

    Die Schankerlaubnis

    Für den Hof Pollhans ist eine Schankerlaubnis dokumentiert – das größte Volksfest Ostwestfalens ist nach einer Kneipe benannt. Man kann es drehen, wie man will. Es gibt unwürdigere Ursprünge.

  4. 1725

    Weg vom Schloss, hin zum Hof

    Per Erlass der Grafschaft Rietberg zieht der Markt auf den Hof Pollhans – den Namensgeber bis heute.

  5. 1901

    Die Eisenbahn kommt

    Der Bau der Sennebahn zwingt das Fest auf den heutigen Pollhansplatz – direkt gegenüber dem Bahnhof. Was damals ein Ärgernis gewesen sein dürfte, ist heute der beste Standortvorteil: Man steigt aus dem Zug und steht mitten im Fest.

    Sepia-Aufnahme um 1910: Viehmarkt mit Bauern und Bahnhof im Hintergrund
    Viehmarkt am Bahnhof, um 1910 – KI-Illustration nach Motiven der Überlieferung.
  6. 1990er

    Vom Vieh zum Bauernmarkt

    Der Viehmarkt läuft aus, der Bauernmarkt übernimmt den Pollhansmontag.

  7. seit 1996

    Seidel, Buttons, Pin

    Erst der Pollhans-Seidel, dann »I like POLLHANS«, seit 2005 der Pin mit jährlich wechselndem Motiv.

  8. heute

    Das Verhältnis ist die Geschichte

    Über 300.000 Gäste in einer Stadt mit 26.000 Einwohnern – eines der größten Volksfeste in Ostwestfalen-Lippe.

Fußnote zur JahreszahlFür Genaue

Heimatforscher Günter Potthoff hält das Fest nicht für ein reines Kirchweihfest, sondern für einen Markt im Umfeld der Ursula-Verehrung – die Bezeichnung »Pollhans« fand er erstmals in einer Akte von 1737. Die Chronik folgt der gängigen Überlieferung; dem Fest ist das erkennbar egal.